Klimaschutz beim Investieren

Anlegen mit Navigator

Von Karl-Heinz Möller · 2022

Mit ihren Investitionen in Unternehmen, Organisationen und Fonds zielen Anleger neben einer positiven finanziellen Rendite auch auf eine messbare positive Auswirkung auf Umwelt und Gesellschaft. Es kommt dabei vor allem auf die soziale und ökologische Stoßrichtung an.

Eine Hand hält vor einem dunklen, grafisch aufbereiteten Hintergrund einen Kompass.
Der globale Süden steht im Fokus. Foto: iStock / ipopba

Als entscheidender Faktor und Teil der Investmentstrategie stehen sowohl die gesellschaftliche als auch die Klimaschutzkomponente im Vordergrund. Diese auf die Wirkung zielende Strategie ist der Navigator zur gemessenen Rendite.

Definition und qualitative Messung der Ziele

Unterschiede zum „Social Responsible Investing“ sind vor allem die explizite Festlegung von Wirkungszielen und deren qualitative Messung. Impact Investing ist signifikant im Segment Emerging Markets zu spüren. Engagements machen hier viel Furore und enthalten eine innere Logik, bestehen doch in den Entwicklungsländern größter Handlungsbedarf und der eklatante Mangel an Ressourcen. Ökonomen erwarten mittelfristig eine positive Dynamik im nachhaltigen Emerging Market Investing und rechnen mit einem Wachstum, das aktuell auf den Kurs der Steigerungsraten der Vor-Pandemie-Jahre zurückkehrt. Die Bundesinitiative Impact Investing e.V. unterstützt über ihre global ausgerichteten Mikrofinanzfonds bereits seit den 2000er-Jahren Mikro- und Kleinunternehmen in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern.

Crowd-Funding-Plattformen bieten Einstiege für mehr Klimaschutz beim Investieren

Die zentrale Herausforderung wird im regulatorischen Bereich in Deutschland und der EU gesehen. Vorreiter bei der Finanzierung sozialer Impact-Projekte in Afrika bieten einem breiten Publikum von Privatinvestoren – überwiegend aus Deutschland – bereits die Möglichkeit, sich über eine Crowd-Funding-Plattform zu beteiligen. Anbieter und Asset-Manager von Emerging-Market-Impact-Fonds gehen neben der bereits etablierten Mikrofinanz in weitere nachhaltige Segmente und legen verstärkt in den Sektoren Klima und Energie, Landwirtschaft und Nahrungsmittel sowie im Gesundheitssektor an. Der auf Klima und Umwelt ausgerichtete Green for Growth Fund beispielsweise konnte das Investitionsvolumen mit aktuell über 600 Millionen Euro seit 2015 mehr als verdoppeln und kommt auf die beeindruckende Impact-Bilanz von circa einer Million CO2-Emissionsreduktion über das gesamte Investment Portfolio. 

Viele Asset-Manager und Investoren in dem aufstrebenden Anlagesegment des Emerging Market Impact Investing eint die Überzeugung, dass global denkende Investoren angesichts des immensen Bedarfs an Verbesserungen im sozialen und ökologischen Bereich ihr Augenmerk vor allem auf Entwicklungs- und Schwellenländer richten sollten.

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