Finanzdienstleistungen

Monetäre Dienste im Umbruch

Von Grete Mergenthaler · 2020

Die zunehmende Akzeptanz der digitalen Kommunikation und des Online-Business führt in der Finanzbranche zu einem radikalen Wandel der Angebote. Kunden verändern ihr Verhalten beim Kauf, Verkauf, Sparen und Investieren und bevorzugen mittlerweile den direkten Weg via Internet. Deren Erwartungen und Interaktionen nehmen durch die Möglichkeiten des Social- und Mobile-Networking neue Formen an.

Überweisung mit dem Smartphone
Foto: iStock/Tero Vesalainen

Mit dem Siegeszug des Onlinehandels entstehen Bedürfnisse, die althergebrachtes Denken und Agieren nicht nur in Frage stellen, sondern auch überflüssig machen. FinTech-Unternehmen, Startups und andere digitale Finanzdienstleister lassen mit schnellen digitalen Lösungen klassische Dienstleistungen etablierter Banken hinter sich.

Finanzdienstleistungen: Zugangsbarrieren für Newcomer sinken 

Branchenferne Unternehmen entdecken darin neue Chancen. Nicht nur Technologiekonzerne wie Google, Facebook oder Twitter, mit enormen Kundendatenallokationen finden Zugang zu Banking, Vermögensberatung oder Versicherungen. Auch vertikal finanznahe Industrien wie Fahrzeughersteller, Reiseportale und Krankenhäuser erkennen attraktive Geschäftsfelder.

Etablierte Banken und FinTechs fördern gemeinsam die Entwicklung einer kundenorientierten Finanzindustrie. Für Wettbewerb in diesem Kontext sorgt unter anderem die neue europäische Zahlungsdienstrichtlinie Payment Service Directive PSD2. Sie ermöglicht Verbrauchern Online-Banking und Bezahlen im Internet auf bequeme und sichere Weise.

Mit Crowdfunding die Zielgruppe finden und engagieren

Entsprechend schnell, kostengünstig und netzwerkfähig sind die Anwendungen. Ein Beispiel liefert die Organisation nach dem Crowdfunding-Muster. Per Crowdfunding lassen sich private Projekte, innovative Produkte, Immobilien und Startups finanzieren. Ob ein Projekt realisiert wird, bestimmt nicht eine traditionelle Instanz – wie beispielsweise eine Bank – sondern wird direkt durch die Crowd entschieden. FinTechs oder Plattformbetreiber sind zuständig, die Kampagne zu veröffentlichen und sämtliche Transaktionen abzuwickeln. Für diese Dienstleistung erhalten sie im Erfolgsfall eine Provision.

Im Wettbewerb um den Kunden ziehen die traditionellen Banken mit. Sie verzichten auf Filialen und erweitern ihre Online-Angebote. Beispiel dafür sind automatisierte Beratungsleistungen. Sogenannte Robo-Advisors versuchen Geldanlage-Angebote für den privaten Anleger zu vereinfachen und machen Vermögensverwaltung auch für Anleger mit kleineren Vermögen interessant. Großbanken entdecken diesen Markt und bieten die digitalen Dienste auf neuen Plattformen an. So können Anleger in Exchange Traded Funds (ETFs) investieren, die Wertentwicklungen echter Indizes nachbilden.

Quellen:
apple.com
google.com
quirinprivatbank.de

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