ETF-Sparplan einrichten

Geld verdienen, wenn der Index steigt

Von Andreas Taler · 2021

ETFs entwickeln sich immer mehr zum Renner bei der privaten Geldanlage. Allein in Deutschland weist der Markt nach Angaben des Portals „JustETF“ aktuell ein Volumen von mehr als 20 Milliarden Euro und einen durchschnittlichen Tagesumsatz von über 200 Millionen Euro auf.

Foto: iStock/syahrir maulana

ETFs – Exchange Traded Funds – sind Investmentfonds, die direkt über die Börse gekauft und verkauft werden können. Im Gegensatz zu herkömmlichen Aktienfonds, die ein Anlagemanager „aktiv“ steuert, sind ETFs „passive“ Fonds, bei denen ein Computeralgorithmus ganze Aktienindizes wie etwa den Deutschen Aktienindex (Dax) eins zu eins nachbildet. Unterschieden werden bei den ETFs zwei Varianten: Bei sogenannten physischen ETFs kauft der Computer die Aktien tatsächlich. Dagegen handelt er bei „synthetischen“ ETFs lediglich mit einer Bank, die die Kursentwicklung der Aktien garantiert. 

Interessante Kostenvorteile 

Bei beiden Bauarten gilt aber, dass, wenn der Wert des Aktienindex, der einem ETF zugrunde liegt steigt, der Anleger im selben Maße profitiert. Hat man also etwa in einen Dax-ETF investiert und steigt der Dax um ein Prozent, wächst auch der Wert des Dax-ETF um ein Prozent. Allerdings gilt das auch im umgekehrten Fall, wenn der Dax oder der jeweils für den ETF zugrunde liegende Index fällt. Was ETFs besonders auszeichnet, sind ihre Kostenvorteile. So fallen statt eines Ausgabeaufschlags lediglich die üblichen Handelsprovisionen an. Diese entsprechen einer normalen Aktienorder. Und auch die jährliche Verwaltungsgebühr liegt mit durchschnittlich 0,5 Prozent eher am unteren Ende der Skala. Wichtig sind aber nicht nur die Kosten eines ETFs, sondern auch sein Volumen. Keinesfalls sollte der Fonds zu klein sein, denn wenn zum Beispiel das in einem ETF verwaltete Vermögen über 500 Millionen Euro liegt, ist die Gefahr geringer, dass die Fondsgesellschaft den Fonds irgendwann schließt.

Für langfristige Anlagen ETF-Sparplan einrichten

ETF-Anteile kann man einerseits mit einer bestimmten Summe in einem Deal an der Börse kaufen. Andererseits erfreuen sich ETF-Sparpläne über einen längeren Zeitraum wachsender Beliebtheit. Bei einem solchen Sparplan investiert man monatlich Geld in einen ETF der eigenen Wahl. Das können Fonds sein, die in nationale, weltweite oder branchenorientierte Indizes investieren. Abhängig von den Konditionen der Bank können Anleger schon mit einem Sparbetrag von 25 Euro im Monat sparen. Dabei ist zweifellos einer der größten Vorteile eines ETF-Sparplans die Flexibilität: So kann man den jeweiligen Plan jederzeit starten, stoppen oder anpassen.

Quellen:
www.justetf.com/de/academy/was-sind-etfs.html
www.t-online.de/finanzen/geld-vorsorge/geldanlage/
https://de.extraetf.com/research/etf-markt-fuer-privatanleger
www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen

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