Zertifikate kaufen

Flexibel investiert

Von Gregor Lule · 2019

Selten bietet ein Finanzprodukt ein so breit gefächertes Spektrum an Anlage- und Hebelprodukten: Mit Zertifikaten können erfahrene Anleger auf unterschiedliche Basiswerte von Aktien und Indizes über Währungen und Zinsen bis hin zu Rohstoffen investieren. Dies hilft auch bei der Wahl der passenden Anlagestrategie im Jahr 2020.

Jemand stempelt ein Dokument ab. Thema: Zertifikate kaufen
Einige Papiere haben eine begrenzte Laufzeit. Nach dem Endtermin verfällt der Anspruch. Foto: iStock / greenleaf123

Egal ob zur Ertragsoptimierung oder als Renditechance: Zertifikate sind in vielen Depots zu finden. Rechtlich gesehen handelt es sich um Schuldverschreibungen, also Anleihen. Für den Anleger bedeutet das: Er erwirbt kein Eigentum an einem Unternehmen, sondern leiht stattdessen einem Emittenten Geld. Zu den Emittenten zählen zum Beispiel Banken. An der Börse gibt es Zehntausende verschiedene Zertifikate. Sie können eine unbegrenzte Laufzeit haben, aber auch zu einem bestimmten Zeitraum fällig werden. Grundsätzlich gilt für die meisten Zertifikate: Ihre Kursentwicklung ist an einen Basiswert geknüpft. Dieser Basiswert kann beispielsweise eine Aktie sein oder auch ein Aktienindex.

Vielzahl an Anlagevarianten

Insgesamt ist die Zahl handelbarer Zertifikate so groß wie deren Einsatzmöglichkeiten. Im Angebot finden sich sowohl Varianten für risikoscheue als auch für risikofreudige Anleger. So können Anleger, die Wert auf Sicherheit legen, beispielsweise einen Blick auf Garantie-Zertifikate werfen. Diese Wertpapiere haben eine begrenzte Laufzeit, an deren Ende Investierte ihr Kapital zurückerhalten. Im Gegenzug für diese Sicherheit geben die Anleger einen Teil Ihrer Gewinnchancen ab. Dagegen haben risikofreudige Anleger mit Hebelzertifikaten die Möglichkeit, höhere Gewinne als bei einem direkten Investment in einen Basiswert zu realisieren. Allerdings sind bei dieser Form der Anlage auch höhere Verluste möglich. 

Zertfikate kaufen – Emittentenrisiko beachten

Wer sich für den Kauf von Zertifikaten entscheidet, sollte neben dem Preis für das Zertifikat auch die Gebühren für den Handel im Auge behalten. Ein weiteres Entscheidungskriterium ist die Laufzeit: Garantie- oder Bonus-Zertifikate haben oft einen Endtermin, Index-Zertifikate sind dagegen häufig Schuldverschreibungen ohne festgelegten Verfallszeitpunkt. Bei Zertifikaten besteht zudem das sogenannte Emittentenrisiko. Meldet der Emittent Insolvenz an, wird das Zertifikat wertlos.

Ein kurzer Ausblick auf das Anlagejahr 2020: Bankexperten gehen davon aus, dass auch 2020 kein Krisenjahr wird. Sie rechnen mit einer anziehenden Konjunktur im Sommer. Anlegern wird insbesondere empfohlen, auf Dividendentitel zu setzen, die Volatilität zu nutzen und bei Rückschlägen kaufen. Diese Strategie lässt sich auch mit Zertifikaten gut nachbilden.

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