Multi-Asset-Portfolio

Rendite bei reduziertem Risiko

Von Peter Quäl · 2019

Das niedrige Zinsniveau und die geopolitischen Spannungen haben die Kapitalmärkte in den zurückliegenden Monaten stark beeinflusst und in Atem gehalten. In Zeiten, in denen Twittermeldungen die Aktienkurse teilweise kräftig durcheinanderwirbeln sind bei den Anlegern auch zukünftig starke Nerven gefragt – und die richtige Anlagestrategie.

Jemand informiert sich am Laptop über Anlagen und Werte. Thema: Multi-Asset-Portfolio
Der Wert der Anlagen lässt sich gut per Internet verfolgen. Foto: iStock / ipopba

Sind die Märkte volatil, können Multi-Asset-Fonds ein richtiger Weg sein. Sie bieten die Chance auf eine ansehnliche Rendite bei gleichzeitig verringerten Risiken. Solche Produkte enthalten Anlagen aus vielen verschiedenen Anlageklassen, wie etwa Aktien, Anleihen, Barmittel, Immobilien und Infrastruktur. Der Fondsmanager bestimmt den angemessenen Anteil jeder Anlageklasse – und diese Vermögensaufteilung wird im Zeitablauf entsprechend des sich ändernden Marktumfelds aktiv gesteuert.

Fondsmanager mit globaler Kompetenz gesucht

Allein schon das macht deutlich, dass dem Fondsmanagement entscheidende Bedeutung zukommt. Erfahrung und globale Kompetenz sollten selbstverständlich sein. Wie gut ein Multi-Asset-Produkt funktioniert, zeigt sich vor allem in verschiedenen Marktszenarien. Das Managementteam sollte deshalb über einen Zeitraum von zehn bis 15 aufeinanderfolgenden Jahren nachgewiesen haben, dass sich dessen grundlegende Strategie und Markteinschätzung bewährt hat. Die globale Kompetenz des Managements ist wiederum Voraussetzung dafür, dass Investment-Chancen in allen Regionen der Welt gezielt genutzt und das Vermögen entsprechend breit gestreut investiert werden kann.

Aber auch eine optimale Risikoeinschätzung des Managements ist unabdingbar. Investoren sollten im Vorfeld ihrer Anlageentscheidung darauf achten, wie wirkungsvoll ein Multi-Asset-Fonds das Risiko in der Vergangenheit reduzieren konnte – das heißt, wie hoch die Wertschwankungen waren. Allerdings bedeutet risikoarm nicht risikolos. Der Wert der Anlagen und der damit erzielten Erträge kann sowohl steigen als auch fallen, und unter Umständen erhalten Anleger den ursprünglich investierten Betrag nicht in vollem Umfang zurück. Es gibt keine Garantie, dass die Ziele erreicht werden.

Multi-Asset-Portfolio: Weniger Risiko, weniger Rendite

Auch sollten Anleger nicht aus den Augen lassen, dass die Mischung von unterschiedlichen Anlageklassen zwar das Risiko dämpft, gleichzeitig aber auch die Chancen mindert. Entwickelt sich der Markt nach oben, bleibt die Rendite von Multi-Asset-Fonds im Regelfall hinter der von Aktienfonds zurück. Hinzu kommt, dass das Fondsmanagement Kosten verursacht. Insofern könnten börsennotierte „Exchange Traded Funds“ (ETF) interessant sein. Gegenüber ihren nicht-börsennotierten Pendants bieten sie erhebliche Kostenvorteile. Statt eines Ausgabeaufschlags fallen lediglich die üblichen Handelsprovisionen an, die denen einer normalen Aktienorder entsprechen. Auch werden die Kosten dadurch reduziert, dass sie kein aktives Management erfordern.

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