Anlagekonzepte für große Depots

Strategien für Gesamtvermögen

Von Grete Mergenthaler · 2018

Anlagekonzepte für größere Depots erfordern umfassende Strukturen der Betreuung und des Anlage-Managements. In der Regel werden spezialisierte Abteilungen in den Geldinstituten aktiv, oder Privatbankiers kümmern sich um die Entwicklung des Vermögens.

Jemand setzt einen Bauernfigur auf ein Schachbrett. Thema: Anlagekonzepte für große Depots
Mit den richtigen Zügen das Vermögen optimieren. Foto: Getty Images Plus/marchmeena29

Anlageberatung im Umfeld des gehobenen Mittelstandes oder der Wohlhabenden in diesem Land erfolgt bestenfalls in einem Kontext.  Auf die Gesamtsituation kommt es in der Regel an. Geht es um Vermögensaufbau, oder den Verkauf des Unternehmens inklusive Nachfolge, auch die Neuordnung des Bestandes kann ein Grund sein, Berater zu engagieren.

Oberstes Ziel der Vermögensberater sind der Erhalt und die mit Vorsicht vollzogene Vermehrung des anvertrauten Kapitals. Dabei spielen Prinzipien wie Sicherheit und Solidität eine tragende Rolle. Zum weiterreichenden Angebot gehören die Außenwirkung und die Beteiligung an gesellschaftlichen Prozessen. Es zählt nicht nur das, was zählbar ist. Besonders reiche Familien überlassen die Geschäfte einem „Family Office“. 

Die Dimension regelt die Konditionen: Anlagekonzepte für große Depots

Für Vermögende, die über sechs-, sieben- oder auch achtstellige Summen verfügen, dazu Sachwerte und andere Wertobjekte besitzen, ist allein die Sicherung des Bestandes ein herausforderndes Ziel. Entsprechend differenziert sehen die Vorgehensweisen für Finanztransaktionen aus. Die Menge des Vermögens allein bietet den Vorteil, in anderen Dimensionen in das Marktgeschehen einzusteigen. So dürfte die breite Streuung des angelegten Geldes ein enormer Sicherheitspuffer sein und dafür sorgen, dass am Ende mehr Rendite bleibt als bei einem durchschnittlichen Depot.

Es ist kein Geheimnis, dass große Depots im Vergleich zu kleineren besser abschneiden. Der von Capgemini-Analysten veröffentlichte World Wealth Report 2018 stellt fest, dass die brummende Weltwirtschaft das Vermögen von High-Networth-Individuals (HNWIs sind Personen mit mehr als einer Million US-Dollar liquidem Vermögen) überdurchschnittlich steigerte und erstmals die Schwelle von 70 Billionen US-Dollar erreichte. Das HNWI-Vermögen stieg das sechste Jahr in Folge und wuchs um 10,6 Prozent. 2017 sei damit das Jahr mit dem zweithöchsten HNWI-Wachstums seit 2011 gewesen.

Aktivitäten gehen oft über das rein finanzielle Engagement hinaus

Eine besonders umworbene Klientel ist die der künftigen Erben. Zwischen 2012 und 2027 belaufe sich das Erbvolumen laut Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung DIW auf schätzungsweise bis zu 400 Milliarden Euro pro Jahr. Mittlerweile sorgen in diesem Segment auch digitale Modelle für Furore oder werden parallel genutzt. Sogenannte Robo-Advisor versuchen Geldanlage-Angebote für den privaten Anleger zu vereinfachen und machen Vermögensverwaltung auch für Anleger mit kleinerem Vermögen interessant. Großbanken entdecken diesen Markt und bieten die digitalen Dienste auf neuen Plattformen an.

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