Edelmetallmarkt

Glänzende Elemente im Depot

Von Paul Trebol · 2022

Der weltweit steigenden Nachfrage steht ein knappes Angebot gegenüber: Die letzte Hausse der meisten Rohstoffe, besonders solche aus dem Segment kostbarer Metalle, liegt mehr als 20 Jahre zurück. Entsprechend gering war der Ehrgeiz der Produzenten beziehungsweise Förderer, neue Kapazitäten zu erschließen. Dies gilt insbesondere für Edelmetalle. Nun übersteigt die Nachfrage das Angebot.

Goldbarren liegen auf einem Papier mit steigendem Preiskurs
Foto: iStock/Olivier Le Moal

Lange war es für private Anleger schwierig, sich am Rohstoffmarkt aktiv zu engagieren. Im Laufe der vergangenen Jahre stehen jedoch eine Reihe von Finanzvehikeln zur Verfügung, die auch für den privaten Sparer interessant sind. Die Rede ist von Fonds, Zertifikaten bis hin zu den Exchange Traded Commodities (ETCs). Für ordentlich Bewegung sorgen insbesondere Hedgefonds, so dass der Markt mehr denn je von heftigen Auf- und Abwärtsbewegungen gekennzeichnet ist. Diese im Vergleich sogar zu den Aktienmärkten relativ hohe Dynamik bietet entsprechende Rendite-Chancen im Segment der Edelmetalle.

Edelmetallmarkt: Nachfrage korreliert mit Inflation

Zudem sind für Privatinvestoren die Elemente Gold, Silber, Platin und Palladium die bekannteste Form der Geldanlage im Bereich von Rohstoffen. Gold ist dabei eines der wenigen Edelmetalle, die kontinuierlich nachgefragt werden. Ihm geht seit Jahrhunderten der Ruf als beständige Geldanlage voran: „Gold ist inflations-
sicher und somit werterhaltend.“ Aktuell ist die Nachfrage nicht nur wegen der Inflationsängste groß mit entsprechend kräftigen Kursausschlägen. Aufgrund des steigenden Bedarfs seitens der produzierenden Industrie herrscht generell ein immenser Bedarf an den edlen Brocken. In diesem Kontext könnte wegen der relevant werdenden Elektromobilität und der Verwendung im Bereich der Batterien Lithium in die Klasse der Edelmetalle aufsteigen.

Diversifikation eines Portfolios

Edelmetalle eignen sich zu Diversifikation des Portfolios, da diese (wie Rohstoffe) oft eine negative Korrelation zu den Assetklassen Aktien, Anleihen und Immobilien haben. Um eine entsprechende Diversifikation zu erhalten, schlagen Portfoliomanager einen Anteil von bis zu zehn Prozent vor. Eine direkte Anlage in Edelmetalle schützt das Vermögen in Krisenzeiten und bringt langfristig eine positive Rendite. Investoren können sich Goldbarren oder Münzen physisch ins Depot legen, praktischer und oft auch billiger ist ein Investment in Goldwertpapiere mittels ETCs. Sie sind börsengängig und bilden das Preisniveau von Edelmetallen oder Rohstoffen ab. Während handfeste Barren und Münzen ein Gefühl von Sicherheit bieten, das auch bei einem Finanzcrash bleibt, eignen sich ETC-Wertpapiere zur optimalen Diversifikation des Portfolios für Anleger, die auf steigende oder fallende Kurse setzen. Die Wertpapiere sind mit physischem Gold hinterlegt und enthalten den Anspruch auf Herausgabe des zugehörigen Bestands.

Grafik: Entwicklung des durchschnittlichen Goldpreises in den Jahren von 2010 bis 2020

Quellen:
www.heraeus.com/de
www.ecb.europa.eu/ecb/html/index.de.html
www.degussa-goldhandel.de
www.dkb.de

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