In Sachwerte investieren

Betont sachlich

Von Paul Trebol · 2018

Besitz an wertvollen gegenständlichen Objekten ist in Zeiten niedriger Zinsen ein adäquates Mittel, die Verteilung des Vermögens zu verbreitern. Ob Gemälde, Antiquitäten oder Rohstoffe - mit richtigem Timing sind erheblich Wertzuwächse möglich. Sind Anleger Sammler oder Liebhaber, geht es ihnen auch um den Genuss.

Ein abstraktes Gemälde. Thema: In Sachwerte investieren
Foto: iStock/YakubovAlim

Wer über das nötige Kleingeld verfügt, kann beispielsweise in große Kunst investieren. Diese Art der Kapitalanlage scheint momentan großen Zulauf zu erhalten. Christie’s und Sotheby’s setzten Mitte November mehr als eine Milliarde US-Dollar in New York um – so viel noch nie in einem Monat.

Zwei Auktionen erregten besonders viel Aufsehen. Christie’s versteigerte allein für 90 Millionen Dollar ein Bild von David Hockney an einen anonymen Käufer. Das „Portrait of an Artist (Pool with Two Figures)“ ist damit das teuerste jemals von einem lebenden Künstler verkaufte Werk. Bei 91,1 Millionen Dollar fiel der Hammer für das Gemälde „Chop Suey“ von Edward Hopper. Sotheby’s bot in der Auktion ebenso Schmuck der Extravaganz an. Das teuerste Stück war eine Halskette, die einst Marie Antoinette gehörte, die für einen Connaisseur 36 Millionen Dollar wert war.

Glücksgriffe sind eher die Seltenheit, aber jederzeit möglich

Oldtimer der Marken Ferrari und Porsche sind ebenfalls gesucht und schmücken jedes Sachwertekonto. Selbst total verrostete Vehikel finden bei Insidern Interesse. So rottete auf dem Grund des Lago Maggiore ein Bugatti 73 Jahre vor sich hin, bis er aus dem Schlamm geborgen worden. Auf einer Versteigerung fand das Wrack Baujahr 1925 für 260.500 Euro einen neuen Besitzer.

In Sachwerte investieren: Rückkehr der Rohstoffe

Klassiker für Investitionen in Sachwerte sind Rohstoffe. Sie sind industriell wichtig aber auch attraktiv in einem diversifizierten Depot. Die Preise sind in den vergangenen Monaten stark gefallen. Edelmetalle beispielsweise haben im Laufe des Jahres an Wert eingebüßt, Gold beispielsweise knapp um sieben Prozent, Silber sogar 17 Prozent. Experten von Goldman Sachs sagen für 2019 eine Trendwende voraus. Gute Nachrichten für Investoren, denen diese Elemente im Portfolio fehlen.

Nachteile von Sachwerten sind oft systemimmanent. Immobilien zum Beispiel behalten unverrückbar ihren Standort. Verändert sich beispielsweise das Umfeld in negativer Weise, verliert das Grundstück oder das Haus an Wert. Wichtig beim Investment in Sachwerte ist auf jeden Fall die Expertise. Bei Objekten wie Gemälden, Oldtimern, Schmuck oder Antiquitäten sind Marktkenntnisse und fundierte Einschätzungen vonnöten. Glücksgriffe sind dabei jederzeit möglich. Das macht den Reiz aus.

Indirekte Beteiligungen an Sachwerten sind in Zeiten niedriger Zinsen ein adäquates Mittel, die Rendite zu erhöhen. Als geeignetes Vehikel bieten sich auch Fonds jeder Couleur an. Während institutionelle Investoren ihr Portfolio mit Spezialfonds anreichern, stehen für den privaten Anleger eine große Palette von Publikumsfonds zur Auswahl.

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