Vermögensverwaltung

Klassisch und digital

Von Thomas Bleibtreu · 2018

Sparbuch und ähnliche Spareinlagen sind bei den Deutschen immer noch der Renner – und dies trotz historisch niedriger Zinsen. 42 Prozent setzen nach wie vor auf diese traditionellen Formen der Geldanlage. Investmentfonds-Anteile sind dagegen nur bei etwa 20 Prozent der Anleger beliebt: Aktien lediglich bei 15 Prozent.

Detailaufnahme von Hand eines Managers, die auf Dollarzeichen zeigt.

Es ist vor allem Unsicherheit, die viele Anleger veranlasst, ihr Geld lieber nahezu unverzinst auf dem Konto oder Sparbuch liegenzulassen, als sich etwa auf den Aktienmarkt zu wagen. Gerade eine unabhängige Vermögensverwaltung könnte hier für viele Sparer interessant sein. Ereignisse, wie zum Beispiel der Brexit und die zunehmend politischen und wirtschaftlichen Krisen in der Welt, haben die Sparer (nicht nur) in Deutschland aufhorchen lassen. „Ist mein Geld noch sicher, bricht gar der Aktienmarkt zusammen?“, fragen sich viele Anleger. Bei solchen Besorgnissen können Vermögensverwalter beraten und Entscheidungen vorbereiten. Sie sind international vernetzt und verfügen über die notwenige Expertise. 

Anlageziele und Risikolevels werden vertraglich festgelegt 

Ein Vermögensverwalter betreut das Vermögen seiner Kunden in der Regel in Form von Wertpapieren. Dabei ist er allerdings nicht zu verwechseln mit einem Anlageberater, der lediglich Empfehlungen zu bestimmten Wertpapieren ausspricht, Entscheidungen am Ende aber den Kunden selbst überlässt.

Anders als andere Finanzdienstleister agiert ein Vermögensverwalter in der Regel unabhängig von Produktanbietern. Baken und Sparkassen bieten diese Dienste ebenso an wie Privatbanken und professionelle Vermögensmanager. Im Rahmen von Anlagerichtlinien, die vorab mit dem Kunden vereinbart werden, legen die Vermögensverwalter das ihnen anvertraute Vermögen eigenständig an. Dabei entscheiden sie, wie das Vermögen am besten investiert wird, um die mit dem jeweiligen Kunden gesteckten Anlageziele zu erreichen. Darüber hinaus entscheiden sie, wann Veränderungen vorgenommen werden müssen, um für den Kunden eine optimale Balance zwischen Risiko und Rendite zu erzielen.  

Robo-Advisors bekommen Zulauf

An der traditionellen Vermögensverwaltung macht auch die digitale Revolution nicht halt. Zunehmend bieten Internetplattformen Dienstleistungen im Bereich der Vermögensverwaltung an. Diese „Robo-Advisors“ sind in der Regel FinTech-Unternehmen, die ausschließlich online agieren. Als Online-Vermögensverwaltung haben sie die Aufgabe, dem Anleger strukturierte Produkte zu empfehlen oder dessen Kapital innerhalb spezieller Portfolios anzulegen. In vielen Fällen arbeiten die Anbieter mit Indexfonds, auch als ETFs bezeichnet. Aber auch aktiv gemanagte Fonds, offene und geschlossene Investmentfonds gehören häufig zu den Anlageformen, die sich im Portfolio befinden.

Robo-Advisors sind aber nicht nur entstanden, weil die Kunden im Laufe der Jahre immer internetaffiner wurden. Vielmehr ist vielen Anlegern die klassische Vermögensverwaltung schlicht zu teuer. Darüber hinaus sind die „Klassiker“ zumeist erst ab einem verfügbaren Vermögen von mindestens 200.000 Euro nutzbar. Der herkömmliche Sparer bleibt bei diesen Dimensionen in der Regel außen vor.

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