Bezahlen mit dem Smartphone

Smartphones sind die neuen Geldbörsen

Von Karl-Heinz Möller · 2018

Bei allen Geschäften soll es für Kunden mehr Möglichkeiten geben, elektronisch zu bezahlen. Zwar werde es bei der Wahlfreiheit für die Verbraucher bleiben, bar oder bargeldlos offene Posten zu begleichen. Aber in naher Zukunft sagen Experten eine Trendwende zugunsten bargeldloser Systeme voraus.

Eine Frau hält ein Smartphone. Thema: Bezahlen mit dem Smartphone
Foto: iStock/santypan

Beim Transfer von Konto zu Konto gelten die Deutschen im Umgang mit Geld noch recht fortschrittlich. Innerhalb der EU liegen die hiesigen Verbraucher nach Großbritannien mit dem höchsten Umsatz im bargeldlosen Zahlungsverkehr ganz vorn. Allerdings hinken sie beim direkten bargeldlosen Bezahlen hinterher.

Verzicht auf Bargeld fällt schwer

Die Vorliebe für Scheine oder Münzen ist laut Umfrage des Branchenverbands Bitkom ausgeprägt: Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Befragten können sich aktuell noch nicht vorstellen, vollständig auf Bargeld zu verzichten. Handelsexperten sehen nun das kontaktlose Bezahlen per Smartphone oder Kreditkarte im
Vormarsch.

Wie viel Münzen will der Parkautomat, nimmt der Bäcker nur Bares und muss der Kunde im Restaurant mehrheitlich seine Rechnung weiterhin cash begleichen? Mit diesen alltäglichen Herausforderungen sollen sich Verbraucher nach Auffassung der Handelsverbände bald nicht mehr herumschlagen. Bei sämtlichen Einkäufen müssten Kunden auch elektronisch bezahlen können, wird gefordert. Auch Argumente wie Schnelligkeit und Mittel gegen Warteschlangen werden genannt. Zudem bringe elektronisches Bezahlen Händlern mehr Umsatz, etwa durch den Einsatz von einfachen und komfortablen Kundenbindungsprogrammen.

Bezahlen mit dem Smartphone: Vorteile des kontaktlosen Bezahlens sind greifbar

Bequem und fix geht mittlerweile das kontaktlose Bezahlen mit Karte oder Smartphones. In die Nähe der Kassenterminals gebracht, wechseln die Daten automatisch das Medium. Weniger als 25 Euro müssen nicht mal mehr mit einer PIN bestätigt werden. Besitzt der Käufer ein mit NFC-Technologie (Near Field Communication) ausgestattetes Gerät und dazu eine entsprechende Software-Applikation, ersetzen Handys, Portemonnaie und Karte.

Mehr als die Hälfte aller Umsätze in Deutschland wurden 2017 bereits bargeldlos erzielt. Bereits 2022 sollen über eine Milliarde Euro pro Jahr per Smartphone umgesetzt werden. Deutsche Finanzinstitute sind längst mit eigenen digitalen Bezahlsystemen gestartet. Bargeldlose Zahlungsvarianten haben insgesamt die größten Vorteile auf ihrer Seite: ein Vertragspartner, Vorkasse, Lastschriften, Rechnungskauf, Ratenkauf - Funktion die mit allen modernen Kredit- und Debit-Karten, E-Wallets und Online-Transfer-Systemen erledigt werden können.

Weniger Schattenwirtschaft, mehr Steuern

Händler sparen Kosten durch weniger Bargeld, ihre Buchhaltung kommuniziert direkt mit Bezahlsystem. Es wird schwieriger, Besteuerung zu vermeiden, die Schattenwirtschaft wird eingeschränkt und das Steueraufkommen steigt.

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