Anzeige

Immobilienanlagen

„Eine Spekulationsblase ist nicht zu erkennen“

Von KGAL GmbH & Co. KG · 2019

Axel Drwenski, Head of Research bei KGAL, über Anlagechancen an den Immobilienmärkten.

Axel Drwenski, Head of Research bei KGAL

Nicht nur bei Wohnimmobilien, auch bei Büro- und anderen Gewerbeimmobilien in Europa sind die Renditen deutlich gesunken. Gibt es hier überhaupt noch lohnende Investments?

Ganz klar: jein. Die Immobilienpreise sind stark gestiegen, die Renditen gesunken. Alles, was jetzt gekauft wird, ist teuer. Aber teuer ist auch relativ zu sehen. Im Vergleich zu anderen Anlageklassen lohnen sich Immobilien zu den heutigen Preisen durchaus noch. Deutsche Staatsanleihen weisen Minus-Renditen auf, und bei Aktien müssen Anleger mit hohen Schwankungen leben. 

Wo sind noch attraktive Immobilienanlagen zu finden?

Wir sehen keine speziellen Märkte oder Segmente, die noch besonders attraktiv sind. Man muss sich die einzelnen Immobilien anschauen und punktuelle Chancen finden. Auch abseits der Top-Märkte gibt es immer wieder interessante Opportunitäten. Selbst bei Einzelhandelsimmobilien wie Shopping Malls, die unter anderem mit dem wachsenden Online-Handel zu kämpfen haben, können sich gute Anlagemöglichkeiten ergeben. 

Der starke Preisanstieg birgt auch Risiken. Sehen Sie die Gefahr einer Blasenbildung?

Immobilienblasen sind schwer vorherzusagen. Im Nachhinein weiß man, dass es eine Blase gab. Zurzeit gibt es Anzeichen, die darauf hindeuten, aber auch welche, die dagegen sprechen. Für eine Überhitzung spricht die Notenbankpolitik, die den Immobilienmarkt seit Jahren mit Geld überschwemmt. Die Immobilienpreise steigen bereits seit acht bis neun Jahren kräftig an und haben teils extreme Niveaus erreicht. Gegen eine gesamtwirtschaftlich gefährliche Blasenbildung spricht, dass die Kreditvergabe an private Haushalte absolut zwar steigt, gemessen am Bruttoinlandsprodukt jedoch seit Jahren nahezu stabil ist. Auch ist der Anteil der Hypothekenkredite mit einer kurzen Zinsbindung über die letzten Jahre deutlich gesunken. 

Wie werden sich die Ankaufsrenditen für europäische Gewerbeimmobilien in den nächsten Jahren entwickeln?

Preise und Mieten dürften noch etwas zulegen. Die Renditen werden wohl weiter leicht sinken, allerdings nicht mehr so deutlich wie in den Vorjahren. Mittelfristig rechnen wir mit stagnierenden Renditen auf niedrigem Niveau. Immobilieneigentümer, die jetzt noch darauf wetten, dass Preise und Mieten weiter wie in den vergangenen Jahren steigen, könnten ein Problem bekommen.

Privatanleger können über offene Immobilienfonds wie den KGAL immoSUBSTANZ auch in Gewerbeimmobilien investieren. Wie viel Rendite ist hier zurzeit zu erwarten?

Das hängt auch davon ab, wie ein Fonds ausgerichtet ist. Die Statistik des Fondsverbands BVI weist zum 30. September 2019 eine durchschnittliche Jahresperformance von 3,2 Prozent für offene Immobilienfonds über die vergangenen fünf Jahre aus. Das ist weniger, als es früher einmal gab, aber im jetzigen Umfeld durchaus attraktiv. Der KGAL immoSUBSTANZ erreicht hochgerechnet auf das Gesamtjahr (12 Monate) eine Rendite von 4,9 Prozent pro anno und liegt damit sogar über der angepeilten Rendite zwischen 3,2 und 3,5 Prozent pro Jahr.

www.mein-immosubstanz.de

Kontakt

KGAL GmbH & Co. KG
Tölzer Straße 15
82031 Grünwald
E-Mail: kgal@kgal.de
Web: www.kgal.de

Weiterführende Artikel

Array
(
    [micrositeID] => 12
    [micro_portalID] => 27
    [micro_name] => Worin investieren?
    [micro_image] => 4582
    [micro_user] => 1
    [micro_created] => 1455630772
    [micro_last_edit_user] => 1
    [micro_last_edit_date] => 1567513253
    [micro_cID] => 246
    [micro_status] => 1
    [micro_cache] => 0
    [deleted] => 0
)