Unternehmensleitlinien

Kodex für Unternehmen

Von Paul Trebol · 2021

Pfeil auf dem Bodnn zeigt die Richtung an. Thema: Unternehmensleitlinien
Foto: iStock/Mknoxgray

Klimaneutral produzieren, umweltbewusst konsumieren und leben, die Natur schützen – wer will das nicht! Aber bei der Definition und Auslegung klaffen die Auffassungen oft weit auseinander. Gesetzliche Regelungen sorgen dafür, dass sowohl die Umwelt als auch Bürger, Arbeitnehmer und Unternehmen vor Schäden bewahrt werden.

Generell gilt: Individuen und Institutionen müssen für die von ihnen verursachten Verletzungen der Umwelt haften. Umwelthaftung ist ein Instrument des Umweltschutzes zur Prävention und Kompensation von Umweltschäden. Es ist angelegt auf die Eigenverantwortung der Akteure. Bei sachgerechter Gestaltung schafft das Umwelthaftungsrecht ökonomische Anreize, den Eintritt von Schäden zu verhindern und ermöglicht die verursachergerechte Kompensation eingetretener Schäden.Beteiligte können sich persönlich im Schadensfall mit Hilfe von Lebens-, Kranken- und Sachversicherungen absichern. Im Rahmen des betrieblichen Umweltschutzes sind von Unternehmen bestimmte Rechte wie Abfallrecht, Immissionsschutzrecht oder Bodenschutzrecht zu berücksichtigen. 

Luftverschmutzung ist eines der häufigsten Risiken

Privatrechtlich geht es um Ersatz der Schäden an Leben, Körper, Gesundheit oder Eigentum von Personen, die diese durch das Verhalten anderer erleiden. Damit sich Unternehmen vor den finanziellen Risiken, die durch einen solchen Umweltschaden entstehen, absichern können, gibt es die Umwelthaftpflichtversicherung. In der EU könnte etwa jeder achte Todesfall in Zusammenhang mit Umweltverschmutzung stehen. Als Umweltfaktoren, von denen das größte Risiko für die Gesundheit der EU-Bürger ausgeht, nennt die in Kopenhagen ansässige Europäische Umweltagentur EUA die Luftverschmutzung und die Belastung durch Chemikalien.

Unternehmensleitlinien für die Umwelt

Ein nachhaltiges Versicherungsunternehmen zeichnet sich dadurch aus, dass das Fundament der Versicherungsgesellschaft auf Nachhaltigkeit ruht. Das heißt, dass die Eigenmittel (Sicherungsvermögen der Versicherungsgesellschaft) – also die Kapitalanlagen nach ESG-Kriterien („ESG“ steht für Environmental, Social und Governance) investiert wurden. Des Weiteren muss eine nachhaltige Versicherungsgesellschaft Umweltleitlinien vorhalten und Nachhaltigkeitsberichte veröffentlichen. Der Nachhaltigkeitsbericht sollte nach dem DNK-Standard (Deutscher Nachhaltigkeitskodex) oder der Global Reporting Initiative (GRI) verfasst sein. „Greensurance“ zeichnet eine nachhaltige Versicherungsgesellschaft aus, dass nachhaltige Kunden für ihr Engagement zu Menschen und Umwelt belohnt werden und Versicherungsprodukte im Sinne
der Nachhaltigkeit angeboten werden.

Quellen:
www.gdv.de
www.munichre.com
www.eea.europa.eu

Weiterführende Artikel

Array
(
    [micrositeID] => 12
    [micro_portalID] => 27
    [micro_name] => Worin investieren?
    [micro_image] => 4582
    [micro_user] => 1
    [micro_created] => 1455630772
    [micro_last_edit_user] => 1
    [micro_last_edit_date] => 1567513253
    [micro_cID] => 246
    [micro_status] => 1
    [micro_cache] => 0
    [deleted] => 0
)