Nachhaltige Finanzprodukte

Schritte in eine grüne Zukunft

Von Luise Mergenthal · 2021

Das Motto "Flatten The Curve" kennen wir alle aus dem Umgang mit der Corona-Pandemie. Nicht viel anders verhält es sich mit dem Klimaschutz. Offensichtlich hat sich die zugespitzte Lage herumgesprochen. Wir müssen heute handeln und viele tun es. Günstige Zeiten für bewusste Anleger: Nachhaltige Geldanlagen performen in der Coronakrise besser als konventionelle Investments.

Auf einem Münzstapel wächst ein Pflanzenspross.
Foto: iStock/Kanjana Jorruang

Eine Umfrage der Fondsgesellschaft Union Investment vom vergangenen Jahr bestätigt, dass mittlerweile fast jeder zweite Privatanleger (46 Prozent) nachhaltige Finanzprodukte für attraktiv hält. Selbst kritische Momente wie im vergangenen Frühjahr bremsten diesen Trend nicht aus. Die Überzeugung für dieses Anlagesegment wurde anschließend belohnt. Während klassische Assets dadurch im Jahresvergleich teils im Minus landeten, punkteten nachhaltig orientierte Indizes sicher im Plus.

Situation für einen Einstieg nutzen

Ob des großen Angebots ist die Lage unübersichtlich. Anfang 2019 listete alleine der deutsche Fondsverband BVI 229 nachhaltige Aktien-, Renten- und Mischfonds. Hinzu kommen etliche Einzelaktien nachhaltig handelnder Unternehmen sowie die sogenannten „Green Bonds“– Anleihen für bestimmte nachhaltige Großprojekte. Zu dieser Kategorie gehören von staatlichen und privaten Institutionen geförderte Infrastrukturmaßnahmen, die Anleger für einen Einstieg nutzen könnten, beispielsweise Investments in Erneuerbare Energien wie Photovoltaik oder Windkraft. Nach der Pandemie, wenn die Wirtschaft wieder brummt und der Verkehr wieder zunimmt, werden auch die Emissionen und der Lärm zurückkehren. Das Umweltbundesamt schlägt vor, Konjunktur- und Investitionspakete zu verbinden mit Nachhaltigkeitszielen wie Emissionsminderungen und einer nachhaltigen Digitalisierung. 

Nachhaltige Finanzprodukte: ESG-Standards bieten nur grobe Orientierung

Auf das Thema Research der Märkte spezialisierte Unternehmen konkurrieren und möchten Entscheidungshilfe geben. In Deutschland sind in diesem Bereich Gütezertifikate wie das FNG-Label, das ECOreporter-Siegel, das Klima-Rating von Climetrics sowie die Börsenindizes Dow Jones Sustainability und Global Challenges Index bekannt. EU-weit sind alleine zwei Dutzend sogenannter ESG-Label im Einsatz. Ein lukrativer und wachsender Markt, wie die Übernahme des bekannten niederländischen Unternehmens für ESG-Ratings und -Forschung Sustainalytics zeigt. Gemeinsam wolle man Anlegern auf der ganzen Welt ESG-Analysen anbieten – vom einzelnen Wertpapier bis hin zu umfassenden Portfolios, heißt es bei Morningstar. Dies kann als Hinweis für Anleger in diesem Segment aufgenommen werden: Investoren und private Anleger benötigen ESG-Daten, Forschung, Ratings und Lösungen, um fundierte und sinnvolle Investitionsentscheidungen treffen zu können.

Quellen:
www.morningstar.com
www.scopeanalysis.com
www.bvi.de
www.lyxor.com

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