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Börsennotierte Indexfonds

„Der Trend zu ESG ist eindeutig“

Von Patrick Diel · 2020

Patrick Diel

Börsennotierte Indexfonds, kurz ETF, mit Fokus auf Nachhaltigkeit sind derzeit beliebt. Patrick Diel, der den Vertrieb der Xtrackers ETFs bei der DWS in Deutschland und Österreich verantwortet, erklärt die Hintergründe.

Herr Diel, jetzt ist die Zeit, gute Vorsätze für das nächste Jahr zu fassen. Viele Bundesbürger achten heute schon beim Einkaufen und bei der Ernährung auf Nachhaltigkeit und wollen das auch bei der Geldanlage tun. Aber muss man für das gute Gewissen nicht am Ende doch Rendite aufgeben?

Nein, eine nachhaltig ausgerichtete Geldanlage kann sogar einen positiven Effekt haben, das hat gerade dieses Jahr gezeigt. Ablesen lässt sich das an Anlagestrategien, die Aspekte rund um Umweltschutz, Sozialstandards und korrekte Unternehmensführung einbinden. Diese Standards werden mit dem Kürzel ESG für Environment, Social und Governance zusammengefasst. Die ESG-Varianten von Aktienindizes haben sich von Anfang 2020 bis Ende September deutlich besser entwickelt als ihre Basisindizes. Wissenschaftliche Analysen, zum Beispiel von der Universität Hamburg, haben bereits gezeigt, dass sauber definierte ESG-Standards den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens positiv beeinflussen können.

Wenn es so überzeugend ist – sinnvolle Kapitalanlage und rentable Anlagen, kann man den Trend auch schon in Zahlen sehen?

Ja, die Entwicklung sieht eindeutig aus. Bei der DWS beispielsweise kamen 2020 mehr als ein Drittel der Nettomittelzuflüsse durch dezidierte ESG-Fonds, die in ihren Portfolios strenge Auswahlkriterien umsetzen. Bei den Xtrackers ETFs haben wir das verwaltete Vermögen in nachhaltig ausgerichteten ETFs in nur einem Jahr von unter einer auf über drei Milliarden Euro gesteigert.

Können sie konkret beschreiben, wie ein ESG-Index aussieht, auf dem ein ETF basiert?

Bei einem ESG-Index kommen zu der traditionellen Berechnung eines Aktienindex weitere Regeln dazu. Zuerst werden zum Beispiel Unternehmen ausgeschlossen, die in kontroversen Branchen tätig sind. Dann fließen weitere Kriterien ein, wie der Ausstoß klimaschädlicher Gase oder der Umgang mit Arbeitnehmerrechten.

Der Kampf gegen den Klimawandel oder bessere Einhaltung von Sozialstandards sind weltweite Anliegen. Nehmen denn Vermögensverwalter weltweit die nachhaltige Geldanlage gleich ernst?

Es geht ja nicht nur darum, Aktien für Fonds und ETFs nach ESG-Kriterien auszuwählen. Genauso wichtig ist es, auf Hauptversammlungen die Anstrengungen von Unternehmen zu unterstützen, die zum Beispiel Umweltschutz und eine kohlenstoffarme Entwicklung in den Vordergrund stellen. Die Ratingagentur Morningstar hat herausgearbeitet, dass Fondsgesellschaften, die in Europa beheimatet sind, deutlich häufiger bei Anträgen mit Bezug auf Umweltschutz oder soziale Themen positiv abgestimmt haben als Asset Manager, die aus dem angelsächsischen Raum stammen.

Kontakt

DWS International GmbH
Mainzer Landstraße 11–17
60329 Frankfurt am Main
E-Mail: info@dws.com
Web: www.xtrackers.de

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