Aktien

Attraktiv wie eh und je

Von Thomas Bleibtreu · 2017

Ein Mensch prüft auf seinem Smartphone einen Aktienkurs. Thema: Aktien

Die Deutschen sind Aktienmuffel. Dabei lassen sie sich allerdings gerade im aktuellen Niedrigzinsumfeld die Chance auf außerordentlich gute Renditen entgehen. Besser wäre es da, sich langsam und gut informiert zunächst an die großen Unternehmen zu wagen. Möglich wäre ein Investment in ein Dividenden zahlendes DAX-Unternehmen.

Seit Jahren gehören Begriffe wie „auf Tauchstation“, „im Keller“ oder „auf dem Nullpunkt“ zum Stamm-Repertoire der Kapitalmarkt­experten, wenn es um die Zinsen geht. Tatsächlich sind die Zeiten für den Sparer, der rein auf Zinsgewinne setzt, im Moment alles andere als rosig. Eine Alternative sind da Aktien. Jedoch investieren gerade einmal 14 Prozent der Deutschen über 14 Jahren in die börsengehandelten Unternehmensbeteiligungen, Fonds oder Zertifikate – im vergangenen Jahr waren 8,98 Millionen Bundesbürger an der Börse investiert, hat das Deutsche Aktieninstitut (DAI) in seinen jährlich erscheinenden Aktionärszahlen ermittelt. Vielen Sparern ist die Aktie als Anlageform zu kompliziert.

Dabei gibt es kaum eine attraktivere Anlageform. Investoren, die im Zeitraum 1996 bis 2015 in den Deutschen Aktienindex (DAX) investiert hatten, konnten alleine in zehn von zwanzig Jahren eine Rendite von mehr als 20 Prozent pro Jahr einstreichen. Allerdings büßte der DAX auch in drei von zwanzig Jahren mehr als 20 Prozent ein. Im Durchschnitt lag die Jahresrendite des DAX trotz mitunter heftigem Auf und Ab bei 8,1 Prozent pro Jahr.

Grafik zu dividendenstarken Aktien des DAX

Aktien: Kurssteigerung und Dividendenzahlung

Bei Aktien gibt es zwei Möglichkeiten der Wertsteigerung: Kurssteigerung und Dividendenauszahlung. Steigt der Kurs der gekauften Aktie, steigt gleichzeitig auch das angelegte Vermögen. Neben dieser Möglichkeit des Wertzuwachses ist auch die Auszahlung einer Dividende an den Anleger möglich. Hierbei handelt es sich um eine Gewinnausschüttung durch das Unternehmen an seine Aktionäre. Die Dividende wird immer pro Aktie bezahlt. Gerade in Zeiten, in denen die Börsenkurse nicht steigen, sondern sich seitwärts bewegen, können Anleger so trotzdem eine Rendite erzielen. Erzielt das Unternehmen jedoch keinen Gewinn, wird die Dividende gekürzt oder gar ganz gestrichen.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Auge behalten

Information ist (fast) alles. Das gilt insbesondere für den Aktienmarkt und sein fundamentales Umfeld. Aktionäre sollten also immer über die Lage der Wirtschaft im Allgemeinen und über die Situation des Unternehmens, von dem sie Aktien halten, auf dem Laufenden sein. Was die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nun für 2018 betrifft, bewerten die Aktienstrategen der öffentlichen Banken Deutschlands das Umfeld für Aktien weiter positiv. „Die Unternehmensgewinne sowie die Konjunkturdaten geben nach wie vor Anlass zu Optimismus und die führenden Notenbanken halten die Zinsen niedrig“, heißt es in einem aktuellen Report des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB). Der Verband gibt allerdings zu bedenken, dass Aktien derzeit bereits auf einem hohen Niveau notieren. Schlechte Nachrichten bezüglich der weiteren Gewinnentwicklungen oder konjunkturelle Dämpfer könnten dann schnell zu Kurskorrekturen führen.

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