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Gastbeitrag

Währungsrisiken besser aktiv managen

Von Berenberg · 2015

Jasper Düx, Leiter Overlay Management bei Berenberg, erklärt, wie global investierende Anleger und international tätige Unternehmen mit Währungsschwankungen umgehen und die damit verbundenen Risiken effektiv steuern können.

Aktuell erhöhen geopolitische Faktoren sowie Zentralbank-Aktivitäten das Risiko von ausgeprägten Trendbewegungen. Aber auch unabhängig von kurzzeitigen Marktbewegungen empfiehlt es sich passgenaue Absicherungen zu implementieren. Trends treten an Devisenmärkten periodisch auf und gleichen so ökonomische Ungleichgewichte aus. Insbesondere bei strategischen Währungspositionen sollte darauf geachtet werden, dass eine Sicherungsstrategie in unterschiedlichen Marktkonstellationen gute Ergebnisse erzielt.

Dynamische Steuerung

Ein interessanter Lösungsweg sind aktive Sicherungsstrategien – sogenannte Currency Overlay Strategien. Bei aktiven Ansätzen wird der Sicherungsgrad dynamisch an Marktbewegungen angepasst. Gesichert wird, wenn die Währungsentwicklung negativ verläuft, um Verluste von Währungspositionen zu reduzieren. In positiven Marktphasen wird die Sicherung aufgelöst, um die Sicherungskosten zu sparen und beispielsweise Cash-Flow-Risiken zu mindern. Durch die dynamische Steuerung der Sicherungsquote kann ein asymmetrisches Risikoprofil, ähnlich einer Versicherung, erzeugt werden. Asymmetrische Strategien sind besonders vorteilhaft in Marktphasen mit ausgeprägten Trendbewegungen.

Systematische Ansätze bieten Vorteile

Die Sicherungsentscheidung kann diskretionär ohne Regelvorgabe oder nach einem quantitativen rein systematischen Ansatz erfolgen. Quantitative Investmentprozesse liefern konsistente und wiederholbare Entscheidungen. Konkret bedeutet das, wenn ein Modell ähnliche Marktphasen analysiert, wird es eine vergleichbare Sicherungscharakteristik erzielen. Hat ein Modell in der Vergangenheit schnelle starke Trends gut identifiziert, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es zukünftig entsprechend reagiert und absichert. Systematische Ansätze haben auch den Vorteil, dass sie keine Marktmeinung zur Wechselkursentwickelung benötigen. Wechselkursprognosen sind besonders schwierig und unsicher. Daher sind sie im Regelfall für das Risikomanagement weniger geeignet. Zusätzlich ist eine dynamische Sicherung insbesondere bei Emerging-Market-Währungen attraktiv. Zwar ist die Sicherung von Schwellenländerwährungen aufgrund der hohen Zinssatzdifferenz zur Eurozone sehr kostenintensiv, aber Trends in Schwellenländerwährungen sind häufig ausgeprägter als bei den Hauptwährungen. Sie weisen daher ein erhöhtes Risikopotenzial auf. Eine Currency Overlay Strategie sollte immer auf die individuelle Risikostruktur des jeweiligen Anlegers angepasst werden, um effektiv eine strategische Sicherung der Währungsrisiken zu implementieren. So lässt sich das Risiko von Währungspositionen spürbar reduzieren.

Kontakt

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