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Interview

„Deutsche lieben klare Ziele“

Von Franklin Templeton Investments · 2015

Konkrete Renditeziele für die Geldanlage sind für deutsche Anleger eines der wichtigsten Kriterien. Das ergab eine repräsentative Umfrage, die Franklin Templeton Investments Anfang des Jahres 2015 durchgeführt hat. Die Fondsgesellschaft hat erst kürzlich für ihre Multi-Asset-Fonds Ertrags- und Volatilitätsziele festgelegt. Matthias Hoppe, Portfolio Manager der Franklin Diversified Fonds, erklärt die Strategie der neu ausgerichteten Fonds.

Mischfonds oder Multi-Asset-Fonds sind den vergangenen Jahren in Mode gekommen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

In Zeiten, in denen Lebensversicherungen und Sparbücher, die ja insbesondere bei deutschen Anlegern sehr beliebt sind, keine attraktive Renditen mehr bieten, sind Anlagemöglichkeiten gefragt, die zwar wenig schwanken, aber doch noch etwas Rendite bieten. Es ist nun mal so, dass Anleger in der Regel Verluste höher gewichten als Gewinne. Multi-Asset Fonds streuen die Anlagen breit über verschiedene Anlageklassen und erzielen über diese Diversifikation geringere Schwankungen. Deshalb sind sie auch für Anleger, die bisher schon in Aktien investiert haben, attraktiver geworden, insbesondere nach den Erfahrungen aus der Finanzkrise von 2008. Mit unseren Multi-Asset Fonds möchten wir den Bedürfnissen der Anlegern nach Sicherheit entgegen kommen.

Was ist an ihren Multi-Asset Fonds anders?

Unsere Multi-Asset Fonds, die ehemals unter dem Namen Franklin Strategic Allocation Funds firmierten, wurden schon immer mit einem besonderem Augenmerk auf die Risikokontrolle gemanagt. Jetzt werden wir aber konkreter und kommunizieren, welches Rendite- und Volatilitätsziel Anleger mit den Fonds erwarten können. So hat etwa der Franklin Diversified Conservative Fund ein Renditeziel von zwei Prozent per anno über EURIBOR bei einer durchschnittlichen Schwankungsbreite von drei bis fünf Prozent per anno. Beim Franklin Diversified Balanced Fund ist das Ziel 3,5 Prozent per anno über EURIBOR bei einer durchschnittlichen Volatilität von fünf bis acht Prozent per anno und beim Franklin Diversified Dynamic Fund steigt das Renditeziel auf fünf Prozent per anno über EURIBOR, bei einer Schwankungsbreite von durchschnittlich acht bis elf Prozent per anno. Das Renditeziel gilt über einen Zeitraum von drei Jahren. Es handelt sich hierbei um keine garantierte Rendite.

Auf welche Weise wollen Sie diese Ziele erreichen?

Und wie haben Sie die Volatilität im Griff? Unserer Meinung nach ist es wichtig, insbesondere das Verlustpotenzial im Portfolio zu managen. Das erreicht man durch Diversifikation. Wir streuen das verwaltete Vermögen über verschiedene Anlageklassen hinweg, um so das Gesamtrisiko der Portfolios zu steuern. Das ist an sich noch nichts Neues. Aber unser Konzept unterscheidet sich von üblichen Modellen, weil wir nicht einfach über Anlageklassen, sondern über Risikofaktoren streuen. Die Finanzkrise von 2008 hat deutlich gemacht, dass eine breite Streuung über Anlageklassen allein nicht reicht, um ein Portfolio gut zu diversifizieren. In der Krise hat sich gezeigt, dass viele Anlageklassen an Wert eingebüßt haben und miteinander korrelieren.

Ein Beispiel: In normalen Marktphasen reichen in der Regel 60 Prozent Aktien im Portfolio aus, um etwa 80% des Gesamtrisikos zu erklären. In extremen Marktphasen ist es also kein Wunder, dass das Risiko des Gesamtportfolios extrem ansteigt, da eine Reihe von Risikofaktoren der verschiedenen Anlageklassen ähnlich sind oder sich gar überschneiden. Ein oberflächlich über unterschiedliche Anlageklassen ausreichend diversifiziert erscheinendes Portfolio kann in besonderen Marktsituationen somit hohe Korrelationseigenschaften aufweisen. So haben etwa Aktien und Hochzinsanleihen ähnliche Risikofaktoren. Deshalb ist nicht jedes Mischportfolio ausreichend gut diversifiziert, nur weil es in Aktien und Anleihen investiert.

Das hört sich sehr abstrakt an, können Sie das bitte veranschaulichen?

Zunächst einmal versuchen wir den Anlageklassen innewohnende Risikofaktoren, wie zum Beispiel Zinsrisiko, Kreditrisiko oder Liquiditätsrisiko, zu identifizieren, um dann gezielt in diese zu investieren oder sie so weit wie möglich zu vermeiden. Wir ordnen jede Anlageklasse und die jeweiligen Risikofaktoren einer von vier Strategien zu, die wir definiert haben: Wachtsum, Stabilität, Defensiv und Chancenorientiert. Anlagen die zum Beispiel vom globalen Wachstum profitieren, nennen wir Wachstumsstrategien. Diese tendieren zu einer positiven Korrelation mit den Aktienmärkten und sollen für langfristiges Kapitalwachstum sorgen. Sie sind darauf ausgelegt, Investitionsgelegenheiten mit voraussichtlich hohem Wachtumspotenzial zu identifizieren. Unter Stabilitätsstrategien verstehen wir solche Anlagen, die eine sehr geringe oder gar keine Korrelation mit den Aktienmärkten aufweisen. Sie sollen regelmäßig höhere Renditen als der Geldmarkt bieten, bei nur geringfügig höheren Risiken. Defensive Strategien tendieren zu einer negativen Korrelation mit den Aktienmärkten und sollen das Risiko eines Kapitalverlusts minimieren. Sie sind, wie der Name erwarten lässt, darauf ausgelegt, das Portfolio vor Verlusten zu schützen. Und schließlich sind da noch die chancenorientierten Strategien. Diese sind tendenziell kurzfristiger Natur und können negativ oder positiv mit den Aktienmärkten korrelieren. Sie zielen zum Beispiel darauf ab, von kurzfristig auftretenden Marktverschiebungen oder Bewertungen zu profitieren. Die Gewichtung der vier Strategien wird von uns anhand unserer Marktmeinung und Analyse aktiv gesteuert und dem Risikoprofil des jeweiligen Fonds angepasst.

Wie ist Ihre Einschätzung zum aktuellen Marktszenario?

nd wie allokieren Sie folglich das konservative Portfolio, also den Franklin Diversified Conservative Fund? Generell sind wir, trotz der Turbulenzen um Griechenland und in China, positiv auf Wachstumsstrategien eingestellt. Wir finden insbesondere Aktien aus der Eurozone interessant und glauben, dass die Wirtschaft hier dieses Jahr ordentlich wachsen wird. Insbesondere der schwächere Euro, der niedrige Ölpreis und die niedrigen Zinsen sind positiv für die Konjunktur. Aufgrund der aktuellen Volatilität haben wir allerdings einige defensive Strategien im Portfolio. Im Franklin Diversified Conservative Fund haben wir in der Regel eine ausgewogene Mischung aus Wachstum und defensiven Strategien. Im Moment sind wir relativ defensiv aufgestellt. Es ist aber gut möglich, dass wir das Gewicht nach dem Sommer und dem Drama um Griechenland wieder mehr hin zu Wachstum verschieben werden.

Quelle: Franklin Templeton Investments. Stand: 30.06.2015. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist weder eine Garantie noch ein verlässlicher Indikator für die aktuelle oder zukünftige Wertentwicklung. Auflegung der hier gezeigten Anteilsklasse am 20. März 2015. Für die bisherige Wertentwicklung bis zum Auflegungsdatum der angegebenen Anteilsklasse wurde die Wertentwicklung der entsprechenden Anteilsklasse des Franklin Strategic Conservative Fund (aufgelegt am 13.02.2006) verwendet, dessen Vermögen mit dieser Anteilsklasse verschmolzen wurde und dessen Zusammensetzung sich nicht von der Zusammensetzung des Portfolios des Franklin Strategic Conservative Fund unterscheidet. Wichtige Hinweise: Bitte beachten Sie, dass es sich bei diesem Dokument um werbliche Informationen allgemeiner Art und nicht um eine vollständige Darstellung bzw. Finanzanalyse eines bestimmten Marktes, eines Wirtschaftszweiges, eines Wertpapiers oder des/der jeweils aufgeführten Investmentfonds handelt. Franklin Templeton Investments veröffentlicht ausschließlich produktbezogene Informationen und erteilt keine Anlageempfehlungen. SICAV-Anteile dürfen Bürgern der Vereinigten Staaten von Amerika und dort Ansässigen weder direkt noch indirekt angeboten oder verkauft werden. Ihre Anlageentscheidung sollten Sie in jedem Fall auf Grundlage des aktuellen Verkaufsprospektes, der jeweils relevanten „Wesentlichen Anlegerinformationen“ (KIID) sowie des gültigen Rechenschaftsberichtes (letzter geprüfter Jahresbericht) und ggf. des anschließenden Halbjahresberichtes treffen. Diese Unterlagen stellen die allein verbindliche Grundlage für Kaufaufträge dar. Für eine Anlageberatung wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Berater. Gerne nennen wir Ihnen einen Berater in Ihrer Nähe. Die vorgenannten Unterlagen finden Sie auf unserer Homepage unter www.franklintempleton.de oder Sie erhalten diese kostenlos bei Franklin Templeton Investment Services GmbH, Postfach 11 18 03, 60053 Frankfurt a.M., Mainzer Landstraße 16, 60325 Frankfurt a.M., Tel.: 08 00/0 73 80 02, Fax: +49(0)69/2 72 23-1 20, info@franklintempleton.de. © 2015 Franklin Templeton Investments. Alle Rechte vorbehalten.

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