MULTI-ASSET-Strategien

Aus jedem Topf das Beste greifen

Von Paul Trebol · 2015

Eine Mischung aus mehreren Segmenten ist wegen der Verteilung des Risikos ein kluger Ansatz für das Anlegen von Geld. So einfach wie eine solche Strategie klingt, ist sie in der Regel nicht. Vielfältig sind die Auswahlmöglichkeiten und Aspekte, und die Marktinformationen zeichnen sich aus durch hohe Intransparenz. Im richtigen Mix steckt dagegen das Erfolgsgeheimnis.

Es ist wie im Sterne-Restaurant: Die Zusammenstellung und Qualität der Zutaten bilden die Basis für das Gourmetmenü. Aus der perfekten Kombination aller Elemente, dem richtigen Timing und des raffinierten Abschmeckens gelingt dem Spitzenkoch das Gaumenerlebnis. Die Zutaten für ein gutes Multi-Asset-Rezept könnten sein: Liquidität, Aktien, Renten, Immobilien, Rohstoffe, Währungen und Alternative Investments wie Hedgefonds oder Private-Equity-Fonds. Nach der alten Börsenweisheit „Lege nie alle Eier in einen Korb!“ wird in den verschiedenen Segmenten ausgewählt . Dabei geht es nicht alleine darum, Risiken clever zu streuen. Wie wissenschaftliche Studien zeigen, erhöht eine strategisch gewichtete Auswahl die Wahrscheinlichkeit, höhere Renditen zu erzielen.

Zeitpunkt und Gewichtung in eine Balance bringen

Wer mehrere Anlagen in einem Portfolio vereint, kann auch das Verhältnis von Rendite und Risiko nachhaltig verbessern. In der Realität stehen Anleger dabei vor zwei großen Problemen: Wann ist der den optimale Zeitpunkt und welche Gewichtung soll der richtigen Anlageklasse zugeteilt werden. Darüber hinaus ist der Markt der Finanzdienstleistungen für den Investor auf Grund der Vielzahl angebotener Produkte nicht oder nur sehr schwer überschaubar. Abhilfe schafft hier eine gemanagte Multi-Asset-Strategie. Professionell umgesetzt beispielsweise in einem der zahlreichen Multi-Asset-Fonds.

Investmentprozesse müssen unabhängig und klar definiert sein

Bei einer Multi-Asset-Strategie legt das Management im Rahmen eines definierten und unabhängigen Investmentprozesses fest, wie das Fondsvermögen allokiert, also auf verschiedene Anlageklassen aufgeteilt wird. Diversifikation lautet eine der Grundregeln. Abhängig von der jeweiligen Marktlage wird Vermögen auf verschiedene Anlageklassen mit unterschiedlichen Gewichtungen verteilt. Die bevorzugte Mischung bei Multi-Asset-Strategien ist oft abhängig von der persönlichen Einstellung und Erfahrung. Wie Forschungen des Anlegerverhaltens (Behavioral-Finance) lehren, wiegen bei privaten Anlegern Verluste deutlich schwerer als Erträge. Wer böse Überraschungen an der Börse erlebt hat, zögert in der Regel mit einem Wiedereinstieg. Fest steht allerdings: Keine Aktien im Depot bedeutet Verzicht auf Dynamik! Bei einem Zinssatz für Staatsanleihen von um die Null-Prozent muss die Börse für Performance sorgen.