Total Return

Am Ende zählt nur das Positive

Von Paul Trebol · 2017

Für ein Basisinvestment ist dieser Ansatz vergleichsweise gut geeignet, weil gezielt auf eine sichere Rendite hingearbeitet wird. Im positiven Bereich zu bleiben, lautet das Minimalziel. Dafür ist der Werkzeugkasten des Portfoliomanagers bestens ausgestattet.

Unter einer Total Return Anlagestrategie wird eine Vorgehensweise verstanden, die in allen Marktsituationen den maximalen Gewinn erzielen will. Dazu werden auch Anlageinstrumente eingesetzt, die sonst in einem traditionell gemischten Depot selten zu finden sind: Rohstoff-Futures, Devisentermingeschäfte und anderes mehr. Alle Opportunitäten des Marktes werden konsequent genutzt, ohne dabei Risikoaspekte zu vernachlässigen.

Gutes Portfoliomanagement bestimmt den Ertrag

Ob eine solche Strategie Erfolg haben kann, hängt in großem Maße von der Fähigkeit des Portfoliomanagers ab, Gewinnchancen zu erkennen und Risiken einzudämmen. Zwei Total-Return-Portfolien von zwei unterschiedlichen Managern können sich daher temporär absolut gegensätzlich entwickeln.

Total Return ist ein spezieller Ausdruck in der Finanzwelt. Er dient der Performancemessung und repräsentiert die Gesamtrendite einer Anlage.  Die Gesamtrendite beinhaltet Kursgewinne (oder Verluste), Dividenden und Zinserträge und sonstige Ausschüttungen über einen bestimmten Zeitraum. Angegeben wird er als Rendite in Prozent über eine bestimmte Periode. Im Umgang mit Aktienindizes wird die Bezeichnung TR für Total Return ebenfalls verwendet. Der Deutsche DAX ist beispielsweise ein Total Return Index, bei dem Kursgewinne und Dividendenerträge den Indexwert ergeben. Dagegen ist der Schweizer SMI Index ein reiner Preisindex ohne Messung der Dividendenerträge.

Hoher Einsatz für die Gesamtperformance 

Wird Total Return als Ansatz für eine Anlagestrategie eingesetzt,  lautet das Ziel innerhalb einer verhältnismäßig kurzen Zeitperiode von (in der Regel ein Jahr) einen möglichst hohen wiederkehrenden Ertrag zu erzielen. Um unabhängig von der allgemeinen Marktentwicklung zu sein, werden hier sehr aktive Anlagekonzepte eingesetzt, mit denen der Manager versucht, insbesondere mit Kursgewinnen sein Performanceziel zu erreichen. Der Anleger hat damit die Chance, regelmäßig hohe Erträge zu erhalten. Allerdings erhöht das intensive Management auch ein Bewirtschaftungsrisiko, sodass hier immer mit zwischenzeitlichen Kursschwankungen zu rechnen ist.

Ertragsbausteine eines Anleiheportfolios können beispielsweise einzeln ausgeschöpft werden, sodass der Gesamtertrag letztlich aus verschiedenen Quellen genährt wird. Damit werden Kursrückgänge aufgrund einer entsprechenden Zinsentwicklung zwar nicht vermieden, aber zumindest gedämpft. In Verbindung mit einem Fondsportfolio aus hochqualitativen Anleihen kann der Fondsmanager darauf vertrauen, schnell wieder in der Gewinnzone zu sein. Damit können Total-Return-Strategien auch als Basisinvestment in der Kapitalanlage eingesetzt werden.